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Glitzernder Indie-Pop von Sivilian

Moderiert von Samuel Peter

11.08.2026

Das komplette Live Interview mit Sivilian gibt es hier zum Nachhören – inklusive seiner neuen Single „Nudes“.

Hinter dem Künstlernamen Sivilian steckt der Thuner Musiker Adrian Graf, der seine Wurzeln im kleinen Dorf Goldiwil im Berner Oberland hat. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für Musik und gründete 2013 gemeinsam mit seiner damaligen Klassenkameradin die Folk-Pop-Band Frost & Fog. Mit der Band folgten erste grössere Auftritte, unter anderem am Gurtenfestival, eine Nomination bei der M4Music Demotape Clinic und erste Radioerfolge.

Seit 2020 geht Sivilian solo seinen eigenen musikalischen Weg. Sein Indie-Pop verbindet eingängige Melodien mit persönlichen Geschichten, Selbstironie und gesellschaftlichen Themen. Dabei nimmt er sich immer wieder Dinge vor, die nicht unbedingt leicht sind – und verpackt sie gerne so, dass man beim ersten Hören vielleicht schmunzelt und erst danach merkt, wie viel eigentlich dahintersteckt. Genau dieses Spiel zwischen Leichtigkeit, Humor und ernsteren Themen ist ein wichtiger Bestandteil seiner Musik.

Auch seine eigene Geschichte fliesst immer wieder in seine Songs ein. Sivilian ist im ländlichen Berner Oberland aufgewachsen und hat dort früh erfahren, was es bedeutet, als junger schwuler Mann nicht unbedingt in jedes gesellschaftliche Bild zu passen. Heute geht er sehr offen damit um und nutzt seine Musik auch, um über Identität, Akzeptanz und das Leben als queerer Künstler zu erzählen. Im Sommer 2026 stand er unter anderem als Headliner bei der Bern Pride auf der Bühne.

Musikalisch ist Sivilian inzwischen längst über die Schweizer Indie-Szene hinaus unterwegs. Nach Releases wie „Invisible to Automatic Doors“, der EP „Growing Up Hurts“ und Singles wie „Chlorine“, „The Kid Is Alright“ und „Versailles“ folgten Auftritte bei Festivals wie dem Moon&Stars und dem Heitere Open Air.

Und jetzt geht es um „Nudes“. Die neue Single nimmt sich ein Thema vor, das im Zeitalter von Dating-Apps wohl ziemlich viele kennen dürften: Kennenlernen, Flirten, digitale Nähe – und natürlich die Frage, wann aus einer harmlosen Nachricht plötzlich ein „Nudes?“ wird.

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