
Fallzahlen bei den Schaffhauser Gerichten gestiegen
Digitalisierung soll Abläufe künftig effizienter machen
09.04.2026
Die Schaffhauser Justizbehörden müssen immer mehr Fälle bearbeiten. Das zeigt der Amtsbericht 2025 des Schaffhauser Obergerichts, der heute veröffentlicht wurde. Zum Beispiel haben die Fallzahlen beim Friedensrichteramt im Vergleich zum Jahr 2024 um zwölf Prozent zugenommen. Bei etwas mehr als zwei Dritteln der Fälle beim Friedensrichteramt konnte eine Einigung erzielt werden. Das, obwohl der Umgangston rauer werde und die Kompromissbereitschaft abgenommen habe. Weiter zeigt der Bericht, dass auch beim Kantonsgericht und beim Obergericht die Arbeitslast aufgrund höherer Fallzahlen gestiegen ist.
Schaffhauser Obergericht verzeichnet Verdoppelung der Straffälle
Das Schaffhauser Obergericht verzeichnet für das Jahr 2025 einen Rekord an Straffällen. Konkret handelt es sich um einen Anstieg von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grund könnte die wachsende Schaffhauser Bevölkerung sein, sagt Annette Dolge, Präsidentin des Obergerichts gegenüber Radio Munot. Aufgrund gestiegener Fallzahlen musste in der Vergangenheit bereits das Personal der Staatsanwaltschaft aufgestockt werden. Die Arbeitslast in den Schaffhauser Justizbehörden sei allgemein gross, so Dolge weiter. Eine schweizweite Digitalisierung von Akten und Abläufen soll die Arbeit künftig effizienter machen. Daher stecken das Schaffhauser Kantons- und das Obergericht aktuell in einer Umstrukturierung.
