Regionalnachrichten vom 03. April 2025, 16.30
Vorgelesen von Jonas Mielsch
03.04.2025
Stadtrat will Reserve für Rheinuferprojekt bilden
Der Schaffhauser Stadtrat will mit dem Gewinn aus dem letzten Jahr mehrere Projekte vorfinanzieren. Zum Beispiel sollen für eine neue Rheinuferpromenade 15 Millionen Franken zur Seite gelegt werden. Über das Rheinuferprojekt gibt es am 29. Juni eine Volksabstimmung. Im Interview mit Radio Munot zeigt sich Finanzreferent Daniel Preisig optimistisch, dass das Projekt angenommen wird. Weitere geplante Reserven sind für das Kinderzentrum auf dem Geissberg und den Neubau des Hallenbades auf der Breite. Schliesslich soll auch der bestehende Reservetopf für Schwankungen bei den Unternehmenssteuern erhöht werden. Das ist laut dem Stadtrat möglich, weil die Stadt im letzten Jahr ein Plus von 73 Millionen Franken erzielt hat.
Regierungsrat vorerst gegen Aufhebung des AKW-Verbots
Der Schaffhauser Regierungsrat lehnt sowohl die Volksinitiative „Blackout stoppen“ wie auch den Gegenvorschlag des Bundesrats ab. Das teilt der Regierungsrat mit. Die Initiative „Jederzeit Strom für alle“, die auch unter dem Begriff „Blackout stoppen“, bekannt ist, verlangt eine sichere Stromversorgung. Das soll unter anderem erreicht werden, indem das Verbot von neuen Atomkraftwerken aufgehoben wird. Der Bundesrat lehnt die Initiative zwar ab, will das AKW-Verbot aber ebenfalls aufheben. Deshalb hat er einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Dazu hat sich der Schaffhauser Regierungsrat nun geäussert. In seiner Vernehmlassungsantwort an den Bund schreibt der Regierungsrat, dass es eine strategische und fachliche Auslegeordnung brauche. Und die Rahmenbedingungen für den Bau neuer AKW müssten konkretisiert werden. So, wie der Gegenvorschlag des Bundesrates momentan formuliert ist, wird er vom Regierungsrat abgelehnt.
Wälder müssen an den Klimawandel angepasst werden
Auch die Schaffhauser Wälder sind in einem kritischen Zustand. Das sagt Radio Munot Ökologe und Co-Präsident von Pro Natura Schaffhausen, Urs Capaul. Das deckt sich mit dem Zustand der Schweizer Wälder. Aufgeführt ist das im Waldbericht 2025, den das Bundesamt für Umwelt (Bafu) alle zehn Jahre veröffentlicht. Besonders Hitze, Trockenheit und Stürme haben dem Wald zugesetzt. Laut Capaul müsse der Wald an den Klimawandel angepasst werden. Pro Natura Schaffhausen arbeitet an einem Waldkonzept, welches unter anderem geeignete Bäume für die jeweiligen Waldstücke untersucht und zusammenstellt. Das Waldkonzept wird öffentlich einsehbar sein, so Capaul.
Schaffhauser Polizei warnt vor rechten Aufklebern der Jungen Tat
An den Schaffhauser Schulen und anderen öffentlichen Orten sind vermehrt Aufkleber der rechtsextremen Gruppierung „Junge Tat“ angebracht worden. Darüber informiert die Schaffhauser Polizei in einem Schreiben an die Schulen. Die Polizei bittet darin auch um Mithilfe. So sollen Schulen sich melden, wo solche Aufkleber entdeckt worden sind. Auch soll darauf geachtet werden, ob extremistische Einstellungen bei Gruppierungen auf dem Schulhof festgestellt werden. Schulen sollen sich dann bei der Fach- und Beratungsstelle der Schaffhauser Polizei melden.