
Regionalnachrichten vom 7. September 2026, 16:30 Uhr
Vorgelesen von Jonas Mielsch
07.09.2026
Neues Rheinfall-Gesetz: Widerstand der SP bisher erfolglos
Der Schaffhauser Kantonsrat hat heute mit der Debatte über die so genannte Rheinfall Managementgesellschaft begonnen. Der Regierungsrat will, dass sich eine neue Organisation um die touristische Vermarktung des Rheinfalls kümmert. Dafür ist ein neues Gesetz geplant. Die neue Organisation soll eine Aktiengesellschaft sein und die Liegenschaften auf der Schaffhauser Seite des Rheinfalls modernisieren. Dafür soll der Kanton 20 Millionen Franken an die Aktiengesellschaft beisteuern. Kritik an diesem Plan äusserte heute SP-Kantonsrätin Eva Neumann. Sie stellte einen Antrag auf Nichteintreten. Während der Debatte monierte Neumann, dass die zuständige Kommission die Anliegen der SP nicht berücksichtigt hat. Zum Beispiel forderte die SP, dass anstelle einer Aktiengesellschaft eine öffentlich-rechtliche Anstalt gebildet wird. Der Antrag auf Nichteintreten wurde allerdings von einer Mitte-Rechts-Mehrheit abgelehnt. Unterstützt wurde das neue Rheinfall-Gesetz unter anderem von SVP-Kantonsrat Walter Hotz. Er hofft, dass die Zuständigkeiten künftig klarer geregelt sind und die Destination Rheinfall professioneller verwaltet wird. Nachdem die SP auch mit einem Rückweisungsantrag scheiterte, wurde die Debatte schliesslich abgebrochen. Sie wird an einer der nächsten Kantonsratssitzungen fortgesetzt.
Grüne Schaffhausen fordern griffige Regeln für Datencenter
Die Grünen des Kantons Schaffhausen lancieren eine Petition für strengere Vorschriften bei Datencentern. Sie fordern unter anderem, dass mindestens die Hälfte der Abwärme genutzt und höchstens die Hälfte des Kühlwassers aus Frischwasser bestehen darf. Hintergrund ist ein geplantes zweites Datencenter in Beringen. Laut den Grünen sind dort bisher nur 16 Prozent des Wasserverbrauchs durch Recyclingwasser gedeckt. Auch eine Nutzung der Abwärme sei nicht entsprechend geplant. Die Partei fordert den Regierungsrat deshalb auf, das Baugesuch nicht im Schnellverfahren zu bewilligen. Gleichzeitig soll der Kantonsrat den bereits überwiesenen Vorstoss rasch in verbindliche Regeln umsetzen. Andernfalls ziehen die Grünen eine kantonale Volksinitiative in Betracht.
Syntegon steigert Umsatz und Marge
Der Verpackungsmaschinenhersteller Syntegon hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz und den Gewinn deutlich gesteigert. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf rund 880 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen heute mitteilt. Wichtigster Wachstumstreiber war das Pharma- und Biotech-Geschäft. Dort erhöhte sich der Umsatz um 14 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete Syntegon einen Auftragseingang von 964 Millionen Euro und einen Rekord-Auftragsbestand von 1,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bestätigt Syntegon seine Prognose. Das Unternehmen erwartet weiteres profitables Wachstum und eine weitere Verbesserung der Marge.